IML-Spritzgießdienstleistungen für dekorierte Teile in einem Arbeitsgang

IML (In-Mold-Labeling) Vor dem Einspritzen wird eine vorbedruckte Folienetikette in den Formhohlraum eingelegt. Das geschmolzene Plastik verbindet sich während des Füllvorgangs dauerhaft mit der Etikettierung. Das fertige Teil ist bereits dekoriert – keine Nachbeschriftung, kein Klebstoff, keine Trocknungszeit. Die Genauigkeit der Etikettenplatzierung beträgt ± 0.1 mm mit robotergestützter, bildgesteuerter Einfügung.

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ISO 9001: 2015 zertifizierte Prozesse

ISO 14001: 2015 zertifizierte Prozesse

ISO 45001: 2018 zertifiziert

ISO 13485: 2016 Medizinprodukt

AS 9100 Luft- und Raumfahrt

Was ist IML-Formgebung?

Etikett und Teil in einem Arbeitsgang gefertigt

Beim herkömmlichen Spritzgussverfahren bedeutet die Dekoration eines Teils einen zweiten Arbeitsschritt: Etikettierlinie, Klebstoff, Trocknungszeit, zusätzlicher Aufwand. IML macht all das überflüssig.

Ein vorbedrucktes Folienetikett wird vor dem Einspritzen von einem Roboter in den Formhohlraum eingelegt. Geschmolzener Kunststoff fließt über das Etikett und verschmilzt damit. Unter Hitze und Druck während des Füllvorgangs. Wenn das Teil ausgeworfen wird, ist die Dekoration bereits vorhanden – dauerhaft verbunden, kratzfest und im Inneren der Teilwand geschützt.

IML-Spritzgießverfahren – Diagramm zur Etikettenplatzierung und -fusion

Dauerhaft gebunden

Das Etikett verschmilzt mit der Wand des Bauteils – es klebt nicht daran. Es kann sich weder in der Spülmaschine, im Gefrierschrank noch in feuchter Lagerung ablösen, verblassen oder durch Einweichen entfernen.

Kein Kleber

Monomaterial-Recyclingfähig

PP-Etikett auf PP-Behälter – gleiches Polymer, gleicher Recyclingstrom. Kein Entfernen des Etiketts vor dem Recycling erforderlich. Erfüllt die EPR-Richtlinien.

PP + PP

Ein-Schritt-Produktion

Das Einlegen des Etiketts während der Formöffnungsphase verlängert die Zykluszeit um 0–2 Sekunden. Keine zweite Etikettierstation, kein Trocknen, keine zusätzliche Handhabung.

0–2 s extra

Grafiken in voller Auflösung

Tiefdruck, Flexodruck oder Offsetdruck liefern lebendige, hochauflösende Farben. Glänzende, matte, metallische und Soft-Touch-Oberflächen sind erhältlich.

Tiefdruck / Flexodruck

3H Oberflächenhärte

PC- oder PMMA-Folie mit Rückseitendruck vergräbt die Tinte im Inneren des Bauteils. Die Oberflächenhärte erreicht 3H – die Grafiken sind von beiden Seiten geschützt.

PC / PMMA-Folie

Aktualisierung von Grafiken ohne Neugestaltung

Für saisonale oder limitierte Editionen wird lediglich eine neue Etikettenstanze benötigt – keine neue Form. Die Behältergeometrie bleibt unverändert.

Etikettenstanze
Etikettenfilme

Filmgenres, die wir unterstützen

Das Trägermaterial der Etikettenfolie bestimmt die Recyclingfähigkeit, die Druckqualität und die Kompatibilität mit dem Formharz. Folie und Harz müssen gemeinsam ausgewählt werden – nicht getrennt.

BOPP – Transparent

Look ohne Etikett
Klare Folie – Premium-Verpackung

Erzeugt den „No-Label-Look“ – die Grafiken scheinen direkt auf der Behälteroberfläche zu schweben. Wird eingesetzt, wenn die Produktsichtbarkeit Teil der Markenidentität ist. Vollfarbdruck durch die Behälterwand hindurch sichtbar.

Materialstärke40–60 µm
Kompatible HarzePP / PC
AnwendungenPremium-Getränke, Kosmetik

BOPP — Metallisiert

Premium-Finish
Silber/Gold-Metallic – Luxusverpackung

Hochreflektierende Spiegeloberfläche ohne Metallgewicht. Bietet Sauerstoff- und Feuchtigkeitsbarriere für empfindliche Lebensmittel. Ideal für Luxusverpackungen und Kosmetikprodukte, bei denen die Wirkung im Regal entscheidend ist.

Materialstärke45–70 µm
FarbeSilber / Gold / Chrom
AnwendungenPremium-Lebensmittel, Kosmetik

BOPP — Matt / Soft-Touch

Taktiles Premium
Haptik wie Papier – Konsumgüter

Die mikrotexturierte Oberfläche erzeugt eine hochwertige, papierähnliche Haptik. Erreicht wird dies durch die Kombination von matter BOPP-Folie mit einer Formstruktur (VDI 12–24). Sie findet zunehmend Anwendung in der Premium-Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, wo glänzende Oberflächen als unpersönlich gelten.

Materialstärke50–80 µm
Schimmel TexturVDI 12–24
AnwendungenHochwertige Konsumgüter

Haustierfilm

Technische Nutzung
Hohe Dimensionsstabilität – industriell

Hervorragende Passergenauigkeit und Oberflächenhärte. Geeignet für technische und industrielle Anwendungen, bei denen Maßgenauigkeit unter Verarbeitungstemperatur entscheidend ist. Bessere Stabilität als BOPP bei hohen Formgebungstemperaturen.

Materialstärke75–125 µm
Kompatible HarzePC/ABS
AnwendungenElektronik, Industrie

PC / PMMA-Folie

Elektronik & HMI
Zweitflächendruck – Bedienfelder

Dickes, transparentes Polycarbonat oder Acryl für Elektronikpanels, Automotive-HMIs und Steuerungsschnittstellen. Der Zweiseitendruck vergräbt die Tinte im Inneren des Bauteils – die Oberflächenhärte erreicht 3H und die Grafiken sind von oben und unten geschützt. Ermöglicht die Integration kapazitiver Touch-Technologie.

Materialstärke125–375 µm
Oberflächenhärte3H
AnwendungenElektronik, Automotive-HMI
Funktionsweise

Das IML-Spritzgießverfahren

Fünf Phasen – jede präzise getaktet. Bei optimierter Automatisierung erfolgt das Einlegen des Etiketts während der Öffnungsphase der Form und verlängert den Zyklus dadurch um null Prozent.

01

Filmentwicklung und -verarbeitung

Die Etiketten werden im Tief-, Flexo- oder Offsetdruckverfahren vorbedruckt. Die Folien werden gestanzt und in feuchtigkeitskontrollierten Magazinen (15–35 °C, 45–65 % relative Luftfeuchtigkeit) gestapelt, um ein Einrollen zu verhindern.

40–375 µm · Hitzebeständige Tinten
02

Roboter-Etikettenplatzierung

Beim Öffnen der Form nimmt ein Roboter ein Etikett auf und platziert es in den Formhohlraum. Vakuumöffnungen und elektrostatische Ladung fixieren es mit einer Genauigkeit von ±0.1 mm an der Hohlraumwand.

Sichtprüfung vor dem Schließen
03

Injektion & Fusion

Geschmolzenes Harz wird mit kontrollierter Füllgeschwindigkeit eingespritzt. Die Schmelze fließt über das Etikett und verschmilzt unter Hitze und Druck mit diesem. Formtemperatur für PP IML: 35–60 °C.

Mäßige Füllgeschwindigkeit · Entlüftung erforderlich
04

Kühlung & Verbindung

Beim Abkühlen verbindet sich das Etikett durch thermische Bindung – nicht durch Klebstoff – dauerhaft mit der Bauteilwand. Bei PP+PP ist die Verbindung praktisch nahtlos.

Kein Klebstoff · Chemische Bindung
05

Auswurf & Inspektion

Das dekorierte Teil wird fertig ausgeworfen. Bildverarbeitungssysteme prüfen die Etikettenposition und die Druckqualität, bevor das Teil in den nachgelagerten Produktionsprozess gelangt.

Vollständig dekoriert beim Auswurf
IML vs. Nachspritzen

Warum von der Post-Molding-Dekoration wechseln?

Dekorationsverfahren nach dem Spritzgießen – Haftetiketten, Schrumpfschläuche, Tampondruck – erfordern einen zweiten Produktionsschritt. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand an Ausrüstung, mehr Handhabung und ein höheres Ausschussrisiko.

IML kombiniert Dekoration und Formgebung zu einem einzelner ProduktionszyklusDas Etikett ist fest mit dem Bauteil verbunden – es wird nicht auf die Oberfläche aufgebracht –, sodass es auch unter Bedingungen beständig ist, die nachträglich aufgebrachte Etiketten zerstören.

  • Das Etikett wird Teil der Behälterwand – es kann sich nicht ablösen oder abkratzen.
  • Übersteht den Wechsel vom Gefrierschrank in die Mikrowelle, das Spülen in der Spülmaschine und die Lagerung im Freien.
  • Eliminiert eine zweite Etikettierstation, Trocknungszeit und manuelle Handhabung.
  • Kein Klebstoff – lebensmittelecht, chemikalienfrei, kein Kontaminationsrisiko
  • Vollständige 360°-Rundumgestaltung mit einem einzigen Etikett möglich
  • Monomaterial PP+PP, vollständig recycelbar ohne Etikettenentfernung

Häufige IML-DFM-Probleme, die wir feststellen

01

Unzureichende Hohlraumbelüftung hinter dem Etikett

Durch Lufteinschlüsse zwischen Etikett und Kavitätenwand entstehen Blasen oder Oberflächenblasen. Hinter dem Etikettenbereich sind 0.02–0.05 mm tiefe Belüftungskanäle erforderlich. — Dies ist der am häufigsten auftretende IML-Tooling-Fehler in der DFM-Phase.

Entlüftungstiefe: 0.02–0.05 mm
02

Scharfe Etikettenecken

Scharfe Etikettenecken erzeugen sichtbare Nahtlinien auf der Oberfläche des fertigen Teils. Alle Etikettenecken müssen einen Mindestradius von ≥0.3 mm aufweisen. — Die Kunststoffhülle umschließt die abgerundeten Kanten sauber und verdeckt so das Ende des Etiketts.

Eckradius: ≥ 0.3 mm
03

Gate-Impingement am Label

Wenn der Schmelzanschnitt so positioniert ist, dass die Schmelzfront frontal auf das Etikett trifft, verursacht dies eine Verschiebung oder Faltenbildung des Etiketts. Die Absperrschieber müssen so positioniert sein, dass die Füllung parallel zum Etikett fließen kann.nicht direkt hinein.

Gate: keine direkte Etikettenbeeinträchtigung
04

Film-Harz-Fehlpaarung

Das Trägermaterial der Etikettenfolie muss mit dem Injektionsharz kompatibel sein. PP-Folie auf PP-Behälter bietet beste Haftung und Recyclingfähigkeit aus einem einzigen MaterialUnpassende Materialien verursachen unter Temperatur- oder Belastungseinwirkung Delaminationen.

PP+PP für Recyclingsysteme
Anwendungsgebiete

Wo IML-Spritzgießen eingesetzt wird

IML ist besonders geeignet für Anwendungen, bei denen Langlebigkeit der Etikettierung, Recyclingfähigkeit oder eine erstklassige Oberflächenqualität erforderlich sind – und bei denen die Dekoration nach dem Spritzgießen zusätzliche Kosten oder Komplexität mit sich bringt.

Lebensmittel- und Getränkeverpackung

IML ist der dominierende Markt. PP-auf-PP ermöglicht die Herstellung gefriergeeigneter Monomaterialverpackungen mit brillanter Markenpräsenz, die auch in Kühl- und feuchten Einzelhandelsumgebungen, in denen Klebeetiketten versagen, zuverlässig funktionieren.

Die dünnwandigen PP-Behälter mit einer Wandstärke von 0.4–1.2 mm verlassen die Form direkt zum Befüllen – eine Etikettierstation ist nicht erforderlich.

Joghurtbecher Margarine Wannen Eisbehälter Essenslager Gewürzbehälter

Unterhaltungselektronik & HMI

Bedienfelder, Gerätefronten und Fernbedienungen nutzen IML mit PC- oder PMMA-Folie. Beim Druckverfahren auf der zweiten Oberfläche werden die Grafiken in die Folie eingebettet – die Oberflächenhärte erreicht 3H.

Kupferschaltungen können auf die Folie gedruckt und vor dem Formen eingefügt werden, um kapazitive Touch-Schnittstellen im Formverfahren herzustellen – eine separate Leiterplattenmontage ist nicht erforderlich.

Geräteblenden Steuerschnittstellen Fernbedienungen Kapazitives Touch-HMI

Körperpflege & Kosmetik

Shampooflaschen, Lotionpumpen und Kosmetiktiegel werden mit IML für eine hochwertige Präsentation im Regal ausgestattet. Metallisierte, matte, holografische und Soft-Touch-Folien sind erhältlich.

Bei saisonalen oder limitierten Verpackungen ändert sich lediglich die Etikettenstanze – nicht die Gussform. Diese Flexibilität ist besonders in der Kosmetikbranche wertvoll, wo das Design maßgeblich den Umsatz beeinflusst.

Shampoo-Flaschen Kosmetikdosen Lotionpumpen Behälter für Körperpflegeprodukte

Industrie- und Chemieverpackungen

Farbeimer, Schmierstoffbehälter und Düngemitteleimer erfordern Etiketten, die den Belastungen im Lager, der Lagerung im Freien und dem Spritzen von Chemikalien standhalten. Klebeetiketten lösen sich ab – IML-Etiketten, die in die Behälterwand eingeschmolzen sind, bleiben davon unberührt.

Die GHS/CLP-Gefahrenkennzeichnung bleibt während der gesamten Produkthandhabungskette vollständig lesbar – eine dauerhafte, rechtskonforme Kennzeichnung, die durch Beschädigungen bei der Handhabung nicht entfernt werden kann.

Farbeimer Schmierstoffbehälter Chemikalieneimer Landwirtschaftliche Verpackungen

Häufig gestellte Fragen zum IML-Spritzgießen

Bei optimierter Konfiguration verlängert IML den Injektionszyklus um 0–2 Sekunden. Im Vergleich zum Spritzgießen ohne IML (In-Molecular Liquid Forming) erfolgt das Etikettierfenster des Roboters während der Formöffnungsphase – also gleichzeitig mit dem Auswerfen des vorherigen Teils. Gut konstruierte Magazinzuführungen und Greifer am Roboterarm ermöglichen die vollständige Etikettierung innerhalb des bestehenden Auswurffensters. In vielen Anwendungen für Lebensmittelverpackungen entsteht dadurch keine zusätzliche Zykluszeit.
Ja – wenn das Etikettenmaterial mit dem Behälterharz übereinstimmt. Die PP-Folie auf einem PP-Behälter ergibt eine Monomaterialverpackung, bei der Etikett und Behälter aus demselben Polymer bestehen. Sie werden ohne Etikettenentfernung gemeinsam dem Recyclingkreislauf zugeführt. Dies ist vollständig mit der Polyolefin-Recyclinginfrastruktur kompatibel und wird zunehmend durch die EU-Verordnung zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) gefordert.
PP ist die häufigsteFür BOPP- oder PP-Etikettenfolien werden PC und ABS als Standardmaterialien für Elektronik- und Automobilanwendungen mit PC- oder PET-Substraten verwendet. PMMA kommt bei hochtransparenten optischen Panels zum Einsatz. Die wichtigste Anforderung: Die Etikettenfolie muss Formgebungstemperaturen über 200 °C standhalten, und das Foliensubstrat muss mit dem Spritzgussharz kompatibel sein, um optimale Haftung und Verschmelzungsqualität zu gewährleisten.

Für dünnwandige Lebensmittelverpackungen (Joghurtbecher, Margarinebecher), 40–80 µm BOPP Dünnere Etiketten passen sich komplexen, gekrümmten Geometrien besser an. Für Flachbildschirme und technische Anwendungen bietet eine Dicke von 60–120 µm eine bessere Dimensionsstabilität beim Platzieren und Spritzgießen. Bei Elektronik mit PC/PMMA-Substraten sind 125–375 µm typisch. Generell gilt: dünner für Tiefziehverfahren und komplexe Konturen; dicker für flache, detailreiche Grafiken.

Die häufigsten Mängel sind: (1) Etikettenverschiebung — verhindert durch genaue EOAT-Platzierung, ausreichendes Vakuumhalten und kontrollierte Füllgeschwindigkeit. (2) Blasenbildung hinter dem Label — verursacht durch unzureichende Hohlraumbelüftung; erfordert 0.02–0.05 mm tiefe Mikro-Belüftungskanäle hinter dem Etikettenbereich. (3) Faltenbildung des Etiketts — verursacht durch zu hohe Einspritzgeschwindigkeit oder Anschnittberührung des Etiketts; Füllprofil und Anschnittposition anpassen. (4) Tintenaufnahme — Film zu dünn oder Füllgeschwindigkeit zu hoch; Geschwindigkeit reduzieren und Hitzebeständigkeit des Films prüfen. Eine DFM-Prüfung vor der Werkzeugfertigung beseitigt die meisten dieser Probleme.

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